Glücklicherweise kann man fast überall bargeldlos bezahlen. Denn die kleinen Münzen machen mich wahnsinnig. Man muss sich das mal vorstellen: alle Waren im Supermarkt kosten aus psychologischen Gründen 39,95 oder 46,99 – und bei mir sammeln sich dann die ganzen Cent-Stücke an, die ich dann zu Hause in ein Fach tue. Früher habe ich diese dann alle paar Jubeljahre zur Bank gebracht und auf mein Konto eingezahlt. Aber mittlerweile lohnt sich nicht mal mehr das. Schließlich zahle ich nur noch selten bar, benutze ein kleines Portemonnaie ohne Münzfach und verzichte dann auch gerne auf das Rückgeld in Kupfer.

Finnland und die Niederlande sind schon weiter. Dort werden 1- und 2-Cent-Münzen nur noch für Sammler geprägt, um ihnen den Spaß von kompletten Münzsätzen zu erhalten. Im Portemonnaie der Herren und Damen aus den genannten Ländern spielen sie keine Rolle mehr. Zwar kann man mit ihnen bezahlen, aber sie werden nicht als Wechselgeld herausgegeben, sondern es wird auf 5 Cent auf oder abgerundet. Seit dem 1. Oktober 2014 gibt es auch in Belgien ein Gesetz dazu.

Aber mal ehrlich: Liebe Händler, verschont uns mit eurem Kupfer-Wechselgeld. Nehmt runde Preise, akzeptiert Kreditkarten und EC-Karten. Unsere Portemonnaies danken es euch. Es kann doch nicht sein, dass man die deutschen Männer an ihren ausgebeulten Hosen erkennen kann.

Fun Fact zum Ende: in Deutschland sind etwa 30.000 Tonnen (!) 1- und 2-Cent-Münzen im Umlauf.

Foto: Jason Rogers / Coins / flickr / CC-BY 2.0